Prolog
Prl. 1. Ich schreibe über die vernunftbegabte Natur, die unter dem Himmel kämpft: erstens, wogegen sie kämpft; zweitens, was ihr im Kampf beisteht; und schließlich, womit der Kämpfer, der wachsam bleibt, konfrontiert wird. Die Kämpfenden sind menschliche Wesen; jene, die ihnen beistehen, sind die Engel Gottes; und jene, die sich ihnen widersetzen, sind die bösen Dämonen.
Versagen rührt nicht von der gewaltigen Stärke des Feindes her, noch daher, dass die Beschützer unachtsam wären: Vielmehr ist es die Unvorbereitetheit des Kämpfers, die dazu führt, dass die Erkenntnis Gottes schwindet und versagt. Unser Herr Jesus Christus verlieh uns die Macht, „auf Schlangen und Skorpione zu treten“ (Lk 10,19) und hinterließ uns sein eigenes Beispiel im Kampf gegen die Versuchungen des Satans.
Prl. 2. In dem Moment des Kampfes, wenn die Dämonen uns angreifen, müssen auch wir – wie Christus – aus der Heiligen Schrift gegen sie sprechen. Solange die Sünde noch nicht in den Geist eingedrungen ist, ist es möglich, dem Bösen zu widersprechen und es schnell zu besiegen.
Prl. 4. Da die passenden Worte oft über die ganze Schrift verstreut sind und in der Stunde der Schlacht schwer zu finden sind, haben wir sie hier sorgfältig ausgewählt. So können wir bewaffnet den „Philister kräftig vertreiben“ und als Krieger unseres siegreichen Königs fest im Kampf stehen.
Prl. 6. Wir suchen eifrig danach, dass nicht nur der äußere Mensch vor Christus steht, sondern ein „solitärer Geist“ (Nous) – ein Geist, der sich von sündigen Konzepten abgewandt hat, um im Gebet das Licht der Heiligen Dreifaltigkeit zu sehen.